Veranstaltungen


Ausstellung vom 25. April bis 22. Juni 2019

Alle Macht den Räten!
Die Novemberrevolution und ihre Folgen


Montag, 6. Mai, 18:00 Uhr

Lesung und Gespräch

Lesung und Gespräch zur Neuauflage im Manifest Verlag: Klaus Neukrantz: Barrikaden am Wedding. Der Roman einer Straße aus den Berliner Maitagen 1929

Der Manifest Verlag stellt das im Dezember 2018 neu aufgelegte Buch "Barrikaden am Wedding. Der Roman einer Straße aus den Berliner Maitagen 1929." vor. Der junge Autor, Klaus Neukrantz, arbeitete im Kreuzberger Bürgeramt, wurde dort in den Betriebsrat gewählt und trat 1923 in die KPD ein. Er schrieb für verschiedene kommunistische Zeitungen und wurde 1928 Mitglied im Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller.

In seinem 1931 erschienene Buch beschreibt er die blutigen Mai-Ereignisse 1929 im »Roten Wedding«, aus der Sicht der in der Kösliner Straße lebenden und kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeiter. Der der SPD angehörende Polizeipräsident Zörgiebel setzte das zum 1. Mai erlassene Demonstrationsverbot brutal und blutig durch - zurück blieben 33 Tote. Das Buch wurde sofort nach dem Erscheinen verboten und sein Autor Klaus Neukrantz 1933 verhaftet. Seine Spuren verlieren sich in den Kerkern der Nazis.


Donnerstag, 16. Mai, 18:00 Uhr

Lesung und Gespräch

Lesung und Gespräch mit Klaus Dallmer, Autor von "Die Meuterei auf der Deutschland 1918/19"

Klaus Dallmer liest aus seinem Buch "Die Meuterei auf der Deutschland 1918/19", das zunächst die allmähliche Einpassung der Sozialdemokratie in das bürgerliche System des Kaiserreichs beschreibt. Diese gipfelte in der Zustimmung zum Ersten Weltkrieg.

In der Revolution 1918/19 spaltet sich die Arbeiterbewegung: die Anhänger des Rätesystems bleiben in der Minderheit. Um die Entfaltung der sozialen Revolution zu verhindern, verbündet sich die sozialdemokratische Führung mit den reaktionären Militärs, und die Freikorps schlagen die revolutionären Ansätze blutig nieder. Der Kapitalismus wird gerettet, der Elan der sozialistischen Bewegung wird gebrochen und eine parlamentarische Mehrheit für die Arbeiterparteien kommt nicht zustande. Die revolutionäre Minderheit der Arbeiterklasse wird in die empörte Selbstisolation getrieben - die eingeschüchterte und gespaltene Arbeiterbewegung findet zur Abwehr des Faschismus nicht mehr zusammen.


Freitag, 17. Mai, 18:00 Uhr

Soiree zum 50. Todestag B. Travens

Viva el Muerto!

Illustration Tanz mit dem Tod, Golo

Am 26. März 1969 starb der geheimnisumwitterte Erfolgsautor B. Traven in Mexico City, nicht ohne der Welt noch mitzuteilen, dass er der Revolutionär aus München sei, Ret Marut. Mehr gab er nicht preis von seinem Vorleben.

Der Autor des Totenschiffs und des Schatz der Sierra Madre u.v.a.m. blieb seiner Camouflage treu und mit Ret Marut auch seiner libertären Grundeinstellung als Freund der Geächteten, Ausgebeuteten und Kolonisierten.

Eine der letzten lebenden Zeitzeugen B. Travens ist seine Stieftochter Malú Montes de Oca Luján de Heyman, die anlässlich des 50. Todestages des Autors mit ihrem Ehemann Timothy Heyman in Berlin zu Gast ist, wo auch Ret Marut einst lebte. Sie wird aus Briefen ihres Vaters an sie lesen und Mr. Heyman präsentiert eine mögliche Herkunft B. Travens.
Ralf G. Landmesser IBTG, liest aus dem Werk B. Travens.


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dienstags 17 - 19 Uhr
donnerstags 14 - 19 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung: 030-8866 5402